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23 Mar

Letzte Woche berichteten viele Medien, das der Streetartkünstler "Banksy" enttarnt sei. Was das für ihn als Mensch und für die Marke "Banksy" bedeutet wird sich erst in Zukunft zeigen. Nachdem nun der Geburtsname sowie der aktuelle Allerweltsname unter dem er nunmehr leben soll, bekannt sind, wird mutmaßlich die zweite Garde des Journalismus losstürmen und jeden Stein aktuell und in seiner Vergangenheit umdrehen. Fotos aus Schulzeit und Jugend werden mutmaßlich ans Licht gezerrt, ehemalige Mitschüler, Lehrer oder Nachbarn interviewt. Das ist jedenfalls meine These!

Aber was kann Theophil bzw. der reale Mensch dahinter daraus lernen?

Ich gebe zu, das ich die Marketingstrategie von Banksy, sich als großes Münsterturm zu inszenieren, zunächst faszinierend fand. Zusammen mit meinem operative vorhandenen Schutzbedürfnis, wurde sie sozusagen zur Blaupause meiner Strategie. Doch ich scheiterte schon früh an Formalien und Bürokratie. Wer es wirklich wissen wollte, kann sehr schnell auf den Menschen hinter "Theophil" kommen. Da ist es eine gewisse Genugtuung, das auch der große Banksy trotzt seines großen Aufwands mit seiner Verschleierung.

Bei mir sind in letzter Zeit einige Faktoren der Schutzbedürftigkeit weggefallen. Das ist gut so! Aber einer bleibt doch noch: Ich lebe in einem Dorf und bin im Dorfleben aktiv. Gerüchte machen hier sehr schnell die Runde, sind sozusagen manchmal eine Art analoger Shitstorm. Das dieser komische Kauz, der dazu noch bei den Grünen aktiv ist, "Schweinkram" malt, wäre da eine Steilvorlage für alle Lästermäuler Konservativen und Wichtigtuer. Ich hoffe ich werde es genauso Überleben wie Banksy! Darum posaune ich es auch weiterhin nicht hinaus, wer ich bin. Aber wer es unbedingt wissen will, kann es erfahren!

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